14.12.2018 | | 4°C - 13°C | WIND KM/H

 
 
 
Karl_Johann_zu_Schwarzenberg.jpg

Karl Johannes Fürst zu Schwarzenberg

ist zwar ein Kosmopolit, doch als Ehrenbürger von Murau gilt er auch als ein Murauer.

Er wurde 1937 in Prag geboren, emigrierte 1948 mit seiner Familie nach Österreich, maturierte in Wien und studierte anschließend Rechtswissenschaften und Bodenkultur in Wien, Graz und München ehe er 1965 als Erbe nach seinem Adoptivvater Dr. Heinrich Prinz zu Schwarzenberg die Besitzungen in Österreich und Deutschland übernahm.

Nach seiner Eheschließung mit Dr. Therese Gräfin Hardegg im Jahr 1967 hatte seine Familie für 10 Jahre lang den Hauptwohnsitz im Schloß Murau.

Fürst Schwarzenberg übte unter anderen folgende kulturelle und politische Funktionen aus:
Von 1984-1992 Präsident der Internationalen Helsinki Föderation für Menschenrechte – 1989 wurde er gemeinsam mit Lech Walesa in dieser Funktion mit dem Europäischen Preis für Menschenrechte ausgezeichnet -, von 1988-1991 war er Präsident des Kuratoriums des Steiermärkischen Landesmuseums Joanneum. Anfang 1990 wurde er Mitglied des Beraterstabes vom tschechoslowakischen Staatspräsidenten Vaclav Havel und nach den Wahlen des Jahres 1990 wurde er zum Kanzler, d. h. zum Leiter der Präsidentschaftskanzlei auf dem Hradschin in Prag bestellt.
Dieses Amt behielt er bis zu den Wahlen im Jahr 1992 bzw. bis zur Trennung der Slowakei vom bisherigen Gemeinschaftsstaat.

In Ausübung seiner ehrenvollen Ämtern und Missionen führten ihn unzählige Reisen quer durch Europa und darüber hinaus als Leiter einer KSZE-Delegation sogar in östliche Kriegsgebiete. Nach der Rückgabe seines väterlichen Besitzes in Böhmen mit der Herrschaft und dem Schloß Worlik bemüht er sich nun um die wirtschaftliche Erneuerung seines angestammten böhmischen Besitzes.

Seit der Gründung des Nadaci Bohemiae im Jahr 1992 ist er deren geschäftsführender Direktor. Im Jahr 1991 wurde Fürst Schwarzenberg mit dem Habsburgischen Hausorden, dem Orden von Goldenen Vlies, ausgezeichnet